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Frauenpower

Das Gemälde der wassertragenden Frauen habe ich aus Indien mitgebracht, die geschnitzte Madonna von meiner Mutter geerbt. 
Alle Frauenfiguren ruhen in sich, sind fokussiert auf den Augenblick. Gleichzeitig geht etwas Kraft- und Würdevolles von ihnen aus. Sie kümmern sich, halten Familien am Leben, sind stark. 

Wenn das keine Frauenpower ist. 

Unwillkürlich kommen mir Sätze aus dem Magnifikat, dem Lobgesang Marias, in den Sinn: „Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.“ – „Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.“ 

Maria schaut weit. Sie hat die Menschheit mit all den bestehenden Ungerechtigkeiten im Blick. Sie will Veränderung. Von Gott. Mit Gott.  

Gott brauchte Maria. Gott braucht uns, wenn Veränderung wahr werden soll. 

Ulrike Comes 
Erschienen in der gedruckten Neuen Stadt, Mai/Juni 2021 

Gedanken

„Jetzt ist Sommer, egal ob man schwitzt oder friert, Sommer ist, was in deinem Kopf passiert. Es ist Sommer, ich hab‘ das klar gemacht, Sommer ist, wenn man trotzdem lacht.“ So besangen die Wise Guys vor Jahren den Sommer.
Gott brauchte Maria. Gott braucht uns, wenn Veränderung wahr werden soll.
"Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt."
Ein Hauch von Luxus am Küchenwaschbecken...
Weihnachtsgruss von Margaret Karram und Jesús Morán, Präsidentin und Co-Präsident der Fokolar-Bewegung