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Seit 1979 treffen sich während der Session der Eidgenössischen Räte jeden Mittwochmorgen vor Beginn der Ratsverhandlungen Politiker und Politikerinnen aus den verschiedenen Fraktionen und Konfessionen für einige Augenblicke der stillen Besinnung unter der Bundeskuppel. Das emsige Treiben im Bundeshaus hat schon begonnen und bestimmt fehlt es auch der wachsenden Zahl an Teilnehmenden nicht an Arbeit und Sitzungsterminen. Dennoch möchten sie diesen einen Termin nicht mehr missen. Das spontane Stillewerden vor Gott bei einer kurzen Betrachtung und einem Gebet hebt sich vom politischen Alltag ab, gibt ihm aber zugleich die richtige Tiefen- und Höhendimension.

Die ursprünglichen Initianten (Jörg Gutzwiller, reformierter Pfarrer und Hans-Peter Röthlin, damaliger Informationsbeauftragter der Schweizer Bischofskonferenz) sind inzwischen zurückgetreten und haben die Besinnung unter der Bundeskuppel in andere Hände gelegt. Der Autor des Artikels "Auf der Weltbühne den Glauben mobilisieren", Otmar Scherrer, ein katholischer Pfarrer, hielt während 14 Jahren (1991 - 2005) zusammen mit seinen reformierten Kollegen und der katholischen Kollegin die Besinnung unter der Bundeskuppel.

Dass diese Initiative in unserer kurzlebigen Zeit noch heute besteht und weitergeführt wird, weist auf ihre bleibende Aktualität hin.

af