Tagebuch 4 der Generalversammlung vom 27.1.2021

Im Zentrum der Meditationen, der Überlegungen und des Austauschs an diesem dritten und letzten der spirituellen Einkehrtage der Generalversammlung steht die Ikone der Dreifaltigkeit als Modell einer „gemeinschaftlichen Heiligkeit“, von der Maria Voce sprach und der Beziehungen der Liebe, die den „Sendungsauftrag Gottes“ über jedem Menschen aufscheinen lassen, wie Claudio Guerrieri erklärte.

Das ökumenische Gebet zu Beginn – das war sicher kein Zufall – wurde von Christen zweier orthodoxer Kirchen vorbereitet, die in ihrer Tradition einen großen Schatz an Gedanken und Betrachtungen über die heiligste Dreifaltigkeit bewahren.

Der italienische Philosoph Claudio Guerrieri, Mitglied der Abba-Schule (des Studienzentrums der Fokolare), führt diese Überlegungen fort und betont dabei eine der Wirkungen der „gemeinschaftlichen Heiligkeit“: sie lässt die wahre Persönlichkeit eines jeden hervorkommen, den Sendungsauftrag Gottes über jedem Menschen. Dieses ist ein häufig wiederkehrendes Thema in den mystischen Schriften von Chiara Lubich der Jahre 1949/1950. Hier erschließt sich ein Modell von Gemeinschaft und von Einheit, die „nicht gleich macht, sondern eine Vielfalt an Stimmen enthält, mit denen jeder einzelne das Ganze zum Ausdruck bringt“. Das zeigt auch die Tatsache, dass es in der Fokolar-Bewegung neben Chiara Lubich zwei weitere Mitgründer gibt, Igino Giordani und Pasquale Foresi. Mit ihrem „Sendungsauftrag“ erschließen und inkarnieren sie das Charisma von Chiara.