Begegnungen in einem vergessenen Land

Junge Menschen wollen 2027 das geschichtsträchtige Land Armenien gemeinsam mit einheimischen Jugendlichen entdecken. Laura Fürst und Emanuela Chiapparini haben vor Ort Kontakte geknüpft. 

Was Jungen in Armenien am Herzen liegt

Hinter diesen Themen stehen Erfahrungen und Fragen von jungen Menschen, die Laura und Emanuela auf ihrer Erkundungsreise vom 18.-28. Juli in der Armenischen Hauptstadt Jerewan getroffen haben.  Die drei folgenden Statements drücken besonders klar aus, was Jungen in Armenien auf dem Herzen liegt: «Ich weiss, was es heisst im Krieg zu leben und bedroht von einem zukünftigen Krieg zu sein. Wie ist das für Jugendliche, die das nicht kennen?» - «Ich kann mir nicht vorstellen, wie Leben ohne Glauben an Gott geht. Letztlich kann nur er mir Zuversicht und Kraft geben, Schwierigkeiten zu überwinden. Wie machen dies Menschen, die nicht an Gott glauben?»- «Wie können Politiker:innen ernst genommen werden? Ich nehme nur wahr, dass sie viel versprechen und kaum etwas Konkretes tun.»

Raum für Minderheiten

«Es war eindrücklich, zu erfahren, wie klein Armenien im geographischen Vergleich zu den grossen Nachbarländern ist. Und wie es, anders als die Nachbarländer, Religionsfreiheit ermöglicht und auch Minderheiten wie Jesiden oder Assyrern Raum gibt, ihre Religion auszuüben», sagt Emanuela. «Wir haben einen blinden Jugendlichen, der Jazz-Student ist, angetroffen», erzählt Laura. «Er wird als betroffene Person das Thema Inklusion vorbereiten.» Nebst jungen Leuten haben die beiden Frauen auf ihrer Erkundungsreise auch Fachpersonen von sozialen Organisationen getroffen und mit ihnen Ziele, Methoden, Programmpunkte und logistische Abklärungen für die Reise vor Ort besprochen. 

Auch mit der stellvertretenden Schweizer Botschafterin in Jerewan, Ursula Läubli, hatten die beiden Kontakt. Im Austausch mit ihr zeichneten sich Anschlussmöglichkeiten an neue Projekte des eidgenössischen Departements für Entwicklung und Zusammenarbeit in Armenien ab, welche die politischen und partizipativen Kompetenzen von Jugendlichen fördern. 

«Celebrate diversity among war and peace in Armenia»: So lautet das Motto der Begegnungsreise 2027. «Und natürlich wird genügend Zeit zur Verfügung stehen, um die alltägliche und unschlagbare Gastfreundschaft und Grosszügikeit der Armenier:innen zu erleben», betont Laura.

 

Die Begegnungsreise wird vom 23. Juli-1. August 2027 stattfinden. Die Erkundungsreise vom Sommer 2026 wurde von der nationalen Agentur Movetia finanziell unterstützt. Movetia ist das Schweizer Programm zu Erasmus+. Damit können Schweizer Institutionen ähnliche Aktivitäten durchführen wie mit dem Europäischen Bildungsprogramm Erasmus+. Für die Jugendreise wird ein Folgeantrag gestellt.


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