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Gemeinschaft unter Künstlerinnen und Künstlern

Gemeinschaft unter Künstlerinnen und Künstlern – dieses Thema hat auch den französischen Schriftsteller Albert Camus (1913-1960) beschäftigt. Er schreibt dazu:

'Wer sich dafür entschieden hat, Künstler zu sein, weil er sich anders fühlt, lernt meist sehr schnell, dass er seine Kunst und sein Anderssein nicht entfalten wird, wenn er nicht den Vergleich mit anderen sucht. Der Künstler wird geformt in diesem ständigen Pendel zwischen sich selbst und den anderen, zwischen der Schönheit, von der er nicht absehen, und der menschlichen Gemeinschaft, der er sich nicht entziehen kann.' Die Nähe zu den Menschen nimmt dem Künstler nichts weg. Im Gegenteil: Sie bereichert ihn. ... Was für eine Kunst wird dann von Künstlern hervorgebracht, welche die Fülle in sich tragen, die aus der Erfahrung der Gegenwart Jesu unter den Menschen wächst? Eine Erfahrung, welche die Menschen, denen diese Künstler begegnet sind, Teil ihrer selbst werden lässt?"

(A. Camus, Ansprache bei der Verleihung des Literatur- Nobelpreises, 10.12.1957 in OEuvres Complètes II Paris 1972, S 1071 -1072)