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Daten und Fakten

Beginn der Fokolar-Bewegung: 1943 in Trient (Norditalien)

Gründerin Chiara Lubich (22.1.1920-14.3.2008)

Die Spiritualität der Einheit gründet im Evangelium und durchwirkt das Leben der gesamten Bewegung sowie ihre konkreten Ausdrucksformen in Kirche und Gesellschaft. Auf unterschiedliche Weise wird sie von Mitgliedern, Freunden und Sympathisanten der Fokolar-Bewegung geteilt.

Ziel ist es einen Beitrag zu Einheit und Geschwisterlichkeit in der Welt zu geben. Dafür engagiert sich die Fokolar-Bewegung im Dialog in den unterschiedlichsten Bereichen:

- innerhalb der katholischen Kirche

- mit Christen verschiedener Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften

- mit Juden

- mit Anhängern anderer Religionen

- mit Menschen ohne religiöse Bezüge

Verbreitung

Derzeit ist die Fokolar-Bewegung in 182 Ländern verbreitet. Sie unterhält Zentren in 89 Ländern, davon 29 in Europa, 25 in Afrika, 19 in Amerika, 13 in Asien und 3 in Ozeanien.

Es gibt mittlerweile 63 Tagungszentren und 35 Siedlungen der Fokolar-Bewegung davon zwei in der Schweiz: die Siedlung Eckstein in Baar (ZG) und das internationale Begegnungs- und Bildungszentrum in Montet/Broye, das neben Loppiano/Flornz der Ausbildung der angehenden Fokolaren und Fokolarinnen dient. Weitere Siedlungen befinden sich in: Österreich, Belgien, Tschechien, Kroatien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Holland, Polen, Portugal, Spanien (2), Deutschland (3) Korea, Philippinen, Pakistan, Thailand, Kamerun, Elfenbeinküste, Kenia, Mexiko, USA, Argentinien (3), Brasilien (3), Venezuela und Australien. Die älteste mit etwa 900 Einwohnern ist die internationale Siedlung Loppiano bei Florenz.

Verlagsaktivitäten

Es gibt 37 nationale Ausgaben des Monatsmagazins NEUE STADT in 22 Sprachen sowie 25 gleichnamige Verlagshäuser in allen Kontinenten.

Einige Zahlen

Mitglieder in der Schweiz: 1'200 - weltweit: 141'400

Freunde in der Schweiz: 20'000 - weltweit: über 2 Millionen

Davon:

- 50'000 aus über 350 Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften

- 30'000 aus den großen Religionen wie Judentum, Islam, Buddhismus etc.

- 70'000 Menschen ohne religiöse Bezüge

Organisation

An der Spitze der Fokolar-Bewegung wird laut Statut immer eine Frau stehen. Chiara Lubich, die im Alter von 88 Jahren am 14. März 2008 in Rom gestorben ist, war zeitlebens Präsidentin der Fokolar-Bewegung. Eine außerordentliche Generalversammlung der Bewegung hat im Juli 2008 in Rom die erste oberste Führungsebene der Nachfolgegeneration gewählt. Für sechs Jahre wurden Maria Voce als Präsidentin und Giancarlo Faletti als Co-Präsident berufen.

Weltweit unterteilt sich die Fokolar-Bewegung in 90 territoriale Einheiten. Die Koordination der regionalen und nationalen Aktivitäten liegt in den Händen eines Regionalrates, dem jeweils ein Mann und eine Frau gemeinsam vorstehen.

Gruppierungen

Die Fokolar-Bewegung spricht Jugendliche und Kinder, Familien, Priester und Ordensleute, Politiker und Künstler, Menschen aus unterschiedlichsten Berufsgruppen und sozialen Schichten an. Sie engagieren sich in 18 verschiedenen Zweigen. Das sind der Zweig der Fokolar-Frauen und der Fokolar-Männer, die jeweils in verbindlichen Lebensgemeinschaften zusammen wohnen und den innersten Kern der Bewegung bilden. Dazu kommen zehn Zweige für unterschiedliche Altersstufen und Gruppierungen sowie sechs offenen Bewegungen (Familienbewegung, Bewegung für eine neue Gesellschaft, die unter dem Namen „New Humanity“ als NGO bei der UNO akkreditiert ist, die Pfarrei- und Gemeindebewegung sowie Bewegungen für Kinder und Jugendliche).

Angebote

Die Fokolar-Bewegung führt in etwa 70 Ländern jährlich so genannte „Mariapolis“ durch, das sind mehrtätige Ferienmeetings für Freunde und Mitglieder aller Altersstufen. Sie können thematische Schwerpunkte haben und möchten zum gemeinsamen Leben nach dem Evangelium anregen. Tagungen zu verschiedenen Themen und für verschiedene Altersstufen und Berufsgruppen sowie gemeinsame Aktivitäten in den Städten und Gemeinden, in denen Mitglieder der Fokolar-Bewegung leben, gehören zum Leben der Bewegung. Sie sind offen für alle, die sich für Geschwisterlichkeit in Gesellschaft und Kirchen einsetzen wollen.

Außerdem finden in einigen Ländern spezialisierte Schulungskurse statt: Kuse für Inkulturation in Afrika, für den interreligiösen Dialog in Asien, für die Vertiefung sozialer Themenfelder in Südamerika und für den ökumenischen Dialog in Europa.

Kirchliche Anerkennung

Die Fokolar-Bewegung ist unter dem Namen „Werk Mariens“ erstmals 1962 offiziell von der katholischen Kirche anerkannt worden. Die Allgemeinen Statuten wurden mit Dekret des Päpstlichen Laienrates vom 26. September 1990 anerkannt und mittlerweile mehrmals aktualisiert. Die Entdeckung, dass die gemeinschaftliche Spiritualität der Fokolar-Bewegung Christen verschiedener Konfessionen in ihrer je eigenen Berufung stärkt, löste bei vielen Verantwortlichen verschiedener Kirchen ein positives Echo aus und förderte die Bereitschaft zu einem echten Dialog.