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Wiederaufbau von Myanmar in aller Stille

Hilfe für Myamar (Burma)
Hilfe für Fischerfamilien

Nach dem Wirbelstrum Nagris, der Myanmar (Burma) Anfang Mai 2008 heimgesucht hatte, engagierte sich auch die Fokolar-Bewegung für den Wiederaufbau. Aus der Schweiz kamen rund 40'000 Franken zusammen.

Bereits vor dem Wirbelsturm hatte sich die von der Fokolar-Bewegung initiierte AMU (Associazione „Azione per un Mondo Unito – Verein „Aktion für eine geeinte Welt, NGO) in Myanmar für die Ärmsten eingesetzt. So war es möglich, mit Spenden von Freunden der Fokolar-Bewegung in aller Welt schnell und effizient zu helfen. Aus der Schweiz konnten rund 40'000 Franken überwiesen werden.

„Es braucht Mut, um Myammar zu helfen, denn wenn die Polizei dich erwischt, dann riskierst du, ins Gefängnis geworfen zu werden, von wo du nicht so leicht wieder herauskommst.“ Dies schreibt die AMU in ihrem Nachrichtenbulletin Ende 2008. Auch die UNO bestätigte zu jenem Zeitpunkt, dass immer noch 2,5 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen sind, doch die dortige Militärjunta, die das Leben ihrer Mitbürger total missachtet, verwaltet die Hilfsgüter nach ihren eigenen Interessen, ungeachtet der Proteste der internationalen Organisationen.

Erste Ernte

Dank des Einsatzes der Kirche und der AMU konnten trotz allem einige Hilfsprojekte verwirklich werden, die nicht über die Regierung laufen (und daher sehr wirksam, jedoch mit beträchtlichem Risiko verbunden sind). Man begann mit der Ausbesserung und dem Neubau von Hütten (700 000 Behausungen müssen dringend ausgebessert oder neu gebaut werden!). Der AMU war es möglich, für 10 Familien ein Stück Land zu erwerben und für den Ankauf von Samen und Dünger zu sorgen. Die erste Reis-Ernte konnte schon eingebracht werden, die aber bei weitem nicht ausreicht, um alle Hungernden zu sättigen.

Dank dem Projekt AMU war es möglich, für 70 Fischerfamilien einen provisorischen Unterschlupf zu beschaffen und ihnen einen Mikrokredit zur Anschaffung eines Bootes zur Verfügung zu stellen. Weitere Projekte warten auf die Verwirklichung wie: der Bau von Strassen und Brunnen, Beschaffung von Bambus und Stroh für die Errichtung einer provisorischen Unterkunft von mindestens 70 Fischer-Familien.

Zeichen der Hoffnung

Trotz der misslichen Lage fehlt es in Myanmar nicht an Zeichen der Hoffnung. Im burmanischen Volk ist die Sehnacht nach Freiheit auch nach 46 Jahren Militärdiktatur nicht erloschen. Die Kirche steht dem burmanischen Volk konkret bei. Christen und Budhisten arbeiten gemeinsam am Wiederaufbau, trotz der Hindernisse seitens des Regimes, das ihren Zusammenhalt nicht gerne sieht.

Spenden für die Projekte der AMU können weiterhin einbezahlt werden über PC 80-53118-0, Bewegung "Für eine neue Gesellschaft", 8037 Zürich. Vermerk: Birma.