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Schwere Überschwemmungen in Brasilien

Hilfe der Fokolar-Bewegung vor Ort

Von den hiesigen Medien kaum beachtet, suchten anfangs Mai anhaltende Regenfälle mit schweren Überschwemmungen den Norden und Osten von Brasilien heim: 43 Tote, mehr als 300.000 Obdachlose und Sachschäden in Milliardenhöhe ist die Bilanz. Auch die Gemeinschaft der Fokolar-Bewegung ist betroffen und zugleich in der Soforthilfe engagiert.

Eine schnelle Besserung der Lage ist nach Meinung von Experten vor Ort noch nicht in Sicht, wie im E@rthview-Archiv vom 18. Mai zu lesen ist. Zuletzt gab es unter anderem am Stausee Algodões im Bundesstaat Piaui Alarm. Dort schwappten die Wassermassen über den Damm, woraufhin dieser zu brechen drohte. Fast 3.000 Menschen mussten von den Behörden in Sicherheit gebracht werden. Helfer versuchen seitdem den Damm notdürftig zu „flicken“ und zu stabilisieren. Aus Brasilien erreichte uns der folgende Brief:

Tausende betroffen

„Die Überschwemmungen haben Tausende von Personen in vielen Landstrichen unserer Gegend betroffen und auch viele von uns vertrieben. Unsere Gemeinschaft von Magnificat (ein ehemaliges Slum-Viertel, in dem die Fokolar-Bewegung ein Sozialprojekt betreibt, Anm. der Red.) erlebt diese Situation hautnah; dort haben unsere Bauern die ganze Ernte dieses Jahres verloren, die ganze Arbeit von vier Monaten. Unsere Schule und das Gemeinschaftszentrum nehmen die Familien auf, die ihre vom Wasser überfluteten Häuser verlassen mussten. Die Lage ist auch schwierig für die Hilfskräfte, denn die Brücken stürzen ein und die Strassen sind versperrt. Die Städte Teresina, Itapecuru, Bacabal, Manaus, Maués, Barreirinha, Altamira, Parintins – lauter Orte, wo wir beachtliche Gemeinschaften haben, sind stark betroffen, einige von ihnen stehen zu 50 % unter Wasser.

Aus der Hand Gottes

Unsere Mitglieder haben sich sofort daran gemacht, den Opfern zu Hilfe zu eilen, auf ganz verschiedene Weise: sie kochen an den Wohnstätten, führen in ihren Autos Menschen und die wenigen ihnen verbliebenen Sachen weg, nehmen Familien in ihren Häusern auf... Besonders beteiligt sind die „Jugendlichen für eine geeinte Welt“, die Lebensmittel, Kleider und Geld für die dringendsten Notwendigkeiten sammeln.

Auch jene, die selber vertrieben wurden, nehmen sich der anderen an, wie jemand aus den „Neuen Familien“, der seine wenigen Güter mit jenen teilt, die noch weniger haben. Aus den Nachrichten, die uns zukommen, spüren wir, wie man aus der Hand Gottes alles empfängt, und bei allem Schaden sind unsere Leute im Frieden, vertrauen auf die Liebe Gottes, die über jede Situation hinausreicht.“

Spenden für die Soforthilfe in Brasilien können Sie auf folgendes Konto einzahlen:

PC 80-53118-0, Bewegung "Für eine neue Gesellschaft", 8037 Zürich. Vermerk: Brasilien