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29/07/2010 15:54 |
Ferienmeetings 2010

Von: BEATRIX LEDERGERBER-BAUMER

Mariapoli Münster
Mariapoli Münster

Mariapoli Cadine
Mariapoli Cadine

Erholung, Begegnungen, Impulse

Bergwanderungen, ein multimediales Musical, eine Reise nach Trient und die Begegnung mit einer Pionierin der Fokolar-Bewegung – die vier regionalen Ferienmeetings boten auch dieses Jahr wieder viel Erholung und Impulse, um die eigene innere Mitte zu finden und zu festigen.

Bereits Mitte Juni machten sich 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der italienischen Schweiz auf die Reise nach Trient, dem Geburtsort  der Fokolar-Bewegung, wo sie den noch sichtbaren Spuren der vor 60 Jahren entstandenen Bewegung folgten. Die Gruppe war beeindruckt: „Da eine kleine Kirche, dort ein Keller - jeder Ort sprach von dem, was Chiara und ihre ersten Gefährtinnen hier erlebt hatten“, erzählt Maria Chiara Janner. „Uns wurde jedoch bewusst, dass jede und jeder von uns ein lebendiger Stein sein kann“, fährt sie fort: „indem wir gelebtes Wort Gottes sind.“ Bei einer Begegnung mit dem Bürgermeister von Trient, Alessandro Andreatta, betonte dieser, wie stolz seine Stadt auf ihre berühmte Mitbürgerin Chiara Lubich sei. Vor kurzem habe die Stadt zusammen mit der Fokolar-Bewegung einen Flyer herausgegeben, auf dem für die Bewegung entscheidende Orte mit den entsprechenden Erklärungen angegeben sind.

Unterstützung der Berggemeinden

Ebenfalls 200 Personen aus der Westschweiz trafen sich dann vom 3.-10. Juli in Saasgrund, während jene aus der Deutschschweiz – rund 600 - sich vom 10-17. Juli (Region Bern und Innerschweiz) beziehungsweise vom 17. – 24. Juli (Region Nordostschweiz) in Münster zu gemeinsamen Ferien einfanden.

„ Ein erstes Geschenk war das wunderschöne Wetter während der ganzen Woche“, schreiben die Westschweizer – was abgesehen von einzelnen Tagen auch für die beiden anderen Ferienwochen galt. Die Unterstützung der Berggemeinden durch die Teilnehmenden der verschiedenen Ferienmeetings wurde dankbar entgegen genommen: Kinder und Erwachsene halfen beim Instandstellen von Waldwegen – die Kinder durften dafür einen Nachmittag lang gratis in die Badi. 

Interkulturelles Abendessen

In der ersten Münster-Woche war das interkulturelle Abendessen ein besonderer Genuss: „die Kulturverschiedenheit wurde im Klima der gegenseitigen Liebe zu ausgelassener Freude und kam in voller Schönheit zum Tragen“, schreibt Ruth Lutz aus der Innerschweiz. Sehr geschätzt war auch der „Kindertag“: Die Eltern konnten schon fürs Frühstück ihre Kinder den Fokolaren und einigen Helferinnen und Helfern für den ganzen Tag übergeben. Somit gab es keine organisierten Angebote für die Erwachsenen, die an diesem Tag ganz frei ihr Programm gestalteten. Am Abend waren Eltern wie Kinder sehr glücklich über ihren Tag. In der zweiten Münster-Woche bereiteten insgesamt fast hundert Kinder und Jugendliche ein multimediales Musical vor, das dem Leben von Chiara Badano gewidmet war, einer Jugendlichen aus Norditalien. „Wir machen uns auf die Spuren eines kurzen, aber eindrücklichen Lebens“, erklärten die Jugendlichen und zeigten in Musik, Tanz, mit einem Schattenspiel und Theater, wie die junge, sportliche Frau der unerwarteten Krankheit und dem Tod begegnet ist – und ein Vorbild für viele Menschen wurde.

Begegnung mit Eli Folonari

Ein besonderer Moment war in Saasgrund die Begegnung mit Eli Folonari, einer der ersten Gefährtinnen von Chiara Lubich. „Sie kam aus ihrem Feriendomizil in der Schweiz zu uns, um unzählige Fragen zu beantworten“, schreibt Brigitte Dupraz. „Kostbare Antworten, da sie während fast 60 Jahren an der Seite von Chiara gelebt hat.“ Auf die Frage, wie die Gründerin der Fokolar-Bewegung jeweils ihre Vorträge vorbereitet habe, antwortete Eli:  „Chiara wollte, dass alle sie verstehen können, bis zum Kleinsten und Unwissendsten.“ Chiara habe auf die Stimme des Heiligen Geistes in ihrem Inneren gehört, dann das Geschriebene ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Fokolar vorgelesen, um, wie sie sagte, das Licht von Jesus in der Mitte zu bekommen. Chiaras Worte und Schriften seien immer ein Weiterschenken der Flamme gewesen, welche in ihrem  Herzen  brannte: den Menschen helfen, die unendliche Liebe Gottes wahrzunehmen und ihm – und folglich auch ihren Mitmenschen – ihre Liebe zu schenken.

Die Liebe Gottes war auch das Thema der Impulse, der Gottesdienste und Erfahrungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aller Ferienmeetings, die dadurch neue innere Ruhe und Kraft für den Alltag geschenkt bekamen.