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01/09/2017 13:48 |
Auftakt nach der Sommerpause



Auf den Spuren von Zwingli

Am Samstagmorgen, 26.8., trafen sich in der Wasserkirche von Zürich 24 Erwachsene und 16 Kinder zum Start einer Entdeckungsreise auf den Spuren des Mittelalters und von Ulrich Zwingli, dem Zürcher Reformator.

Dieser Auftakt nach den Sommerferien wollte die „Gemeinschaft mit Jesus in der Mitte“ vertiefen. Zugleich konnte die Gruppe im Gedenken an die 500 Jahre Reformation etwas in die Reformationsgeschichte Zürichs eintauchen, um das Heute tiefer zu verstehen und die Verschiedenheit der Konfessionen besser schätzen zu können. Nach einem gemeinsamen Lied in der Wasserkirche begaben sich die Kinder unter der Führung einer Jugendlichen und einer Erwachsenen auf einen Postenlauf durch die Strassen und Gassen von Zürichs Altstadt, um zu sehen, wo und wie Zwingli gelebt und gewirkt hat. Die Erwachsenen erlebten eine eindrückliche Führung durch den reformierten Pfarrer Peter Dettwiler. In drei Stationen vertiefte er Schwerpunkte der Reformation in Zürich und vermittelte auch in persönlichen Erfahrungen, was ihm die Spiritualität der Einheit bedeutet.

Im Gedenken an die Amischen

Bei der 2004 eingeweihten Gedenktafel an die Verfolgung und Ertränkung der Täufer in der Limmat im Gefolge der Reformation wies er auf die vor einigen Jahren begonnene Versöhnungsarbeit hin. Seither wird dieser Ort von Amischen aus den USA zum Gedenken an ihre Vorfahren oft aufgesucht. Der Zufall wollte es, dass gerade ein Ehepaar aus Ohio dort war, zu dem Peter Dettwiler auf verschiedenen Reisen eine tiefe Beziehung aufgebaut hatte.

Für einige Ausländer in der bunt gemischten Gruppe war es ein erster vertiefter Kontakt mit der reformierten Kirche, der „ein Fenster auf eine bis anhin unbekannte Welt geöffnet hat“, wie ein brasilianischer Vater kommentierte. Und eine Jugendliche meinte: „Das war eine tolle Mischung aus historischen Fakten und persönlichen Erfahrungen!“ Den gemeinsamen Abschluss wieder in der Wasserkirche bildete ein Friedensgebet, das eine Jugendliche vorbereitet hatte.

Grossfamilie im Fokolar-Garten

Die nächste Etappe war der Garten der Zürcher Fokolar-Gemeinschaft, wo man sich zum Grillieren und Picknicken traf. „Wir erlebten eine wunderschöne, frohe und tiefe Gemeinschaft“, sagte eine junge Mutter. Bald waren die Kinder vertieft ins Spiel, die Erwachsenen genossen es, Zeit zu haben für Gespräche und um neue Bekanntschaften zu schliessen. Alle fühlten sich in der «grossen Familie» zu Hause, auch das junge Paar, das kaum in Zürich Wohnsitz genommen hatte und nur einige Brocken Deutsch sprach.